Ihre Meinung ist uns wichtig!

Damit Sie schon jetzt Ihre Meinung zur Planung des Radschnellweges RS1 äußern können, haben wir für Sie ein entsprechendes Formular eingerichtet. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Befürchtungen, Ideen

Über den Radschnellweg Ruhr RS1

Die Planung und der Bau eines Radschnellweges von Duisburg bis nach Hamm mit einer Länge von 101 Kilometer ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Lebensqualität und zur Verbesserung der Mobilität in der Metropole Ruhr. Der Regionalverband Ruhr ist Projektträger für den RS1.

Er wird unterstützt von den Städten Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen, Hamm und dem Kreis Unna. Außerdem sind an der Planung auch externe Akteure wie Landschaftsbehörden, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes Landesbetrieb Straßenbau NRW, NABU etc. beteiligt. Und natürlich die Bürger. Sie werden von Anfang an durch ein Kommunikationskonzept einbezogen.

Machbarkeitsstudie

Dass ein solcher Radschnellweg möglich ist, klärt eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2014: Sie beschreibt die geplante Trasse mit Führungsform, Querungen und Kreuzungen sowie weiterer Infrastruktur genau. Für jeden einzelnen Abschnitt werden Lösungen und Kosten ermittelt. Die Studie beschreibt auch Finanzierung und Trägerschaft, das Corporate Design und beinhaltet eine Kosten-Nutzen-Analyse.

Im Download-Bereich: 
Kurz- und Langfassung der Machbarkeitsstudie zum RS1 

Auf dem Weg zum RS1

2010

Die Projektidee des Radschnellwegs Ruhr durch die Metropole Ruhr wird beim Regionalverband Ruhr (RVR) geboren 

2011 

Beschluss der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr: Förderantrag an das Bundesverkehrsministerium

2012Förderzusage des Bundesverkehrsministeriums für eine Machbarkeitsstudie, RVR gibt Machbarkeitsstudie in Auftrag
2014 Fertigstellung und Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie
2015Eröffnung des ersten sechs Kilometer langen Teilabschnitts des RS1 in Mülheim an der Ruhr und Essen
2016Bundesverkehrswegeplan nimmt Passus auf: Bund will Radschnellwege nach Möglichkeit unterstützen
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek besichtigen zusammen mit RVR-Planungsbereichsleiter Martin Tönnes und Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Schauten den RS1.
Foto: Walter Schernstein

Auch das Bundesumweltministerium will sich in Zukunft noch stärker für Radschnellwege wie den RS1 einsetzen. Voraussichtlich ab 2017 Jahr wird der Bund den Bau mit zunächst 25 Millionen Euro jährlich fördern. Im Rahmen der Städtebauförderung beteiligt sich der Bund bereits anteilig an dem Abschnitt des RS1 in Mülheim an der Ruhr. 

Landes- und Bundesförderung für Radschnellwege

Die NRW-Landesregierung will künftig Radschnellwege als neue Wegekategorie "Radschnellverbindungen des Landes" im Straßen- und Wegegesetzes verankern. Mit dem Gesetz wäre Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter. Es stellt Radschnellwege mit Landesstraßen gleich, was bedeutet: Sie fallen in die Baulast des Landes. Von 2016 bis 2019 sollen die Ansätze in der Finanzplanung des Landes für Planung und Unterhaltung der Radschnellwege sowie die Unterstützung der Kommunen von 1,5 auf 5 Millionen Euro steigen.

Projektträger:

Vorteile fürs Ruhrgebiet

- der RS1 verbindet zehn Zentren und vier Universitäten
- im unmittelbaren Einzugsbereich des RS1 von zwei Kilometer leben 1,65 Millionen Menschen 
- es befinden sich 430.000 Arbeitsplätze entlang des RS1
- täglich könnten bis zu 50.000 Pkw-Fahren eingespart werden

Streckenverlauf

Erkunden Sie den Streckenverlauf in den Städten entlang der geplanten Route auf unseren Internetseiten:

Duisburg
Mülheim an der Ruhr
Essen
Bochum/Gelsenkirchen
Dortmund
Unna/Bergkamen/Kamen
Hamm

Merkmale eines Radschnellweges

Radschnellwege müssen sich als Premiumprodukt an klar definierten Qualitätskriterien orientieren: Durchgängige Trennung zwischen Rad-und Fußgängerverkehr, bei baulichen Radwegen eine Mindestbreite von vier Metern, wenig Steigungen, eine Wegweisung durch NRW-Standards, innerorts Beleuchtung und einen geregelten Winterdienst und eine Reinigung.

Werden die Kriterien nicht eingehalten, so handelt es sich um keinen Radschnellweg. Abweichungen von den Qualitätsstandards, sind auf kurzen Abschnitten jedoch zulässig.

Machbarkeitsstudie für das Mittlere Ruhrgebiet

Der RVR lässt die Machbarkeit eines weiteren Radschnellwegs im mittleren Ruhrgebiet von Gladbeck über Bottrop nach Essen prüfen. Die Ergebnisse liegen voraussichtlich Ende 2016 vor.